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Extra: Der Meisterspion - Google und seine Dienste
 

Google trägt seinen Spitznamen als "Datenkrake", die ständig nach neuen Wegen sucht um noch mehr Daten im Internet zu erfassen, sicher nicht zu Unrecht. Wie risikoreich die Verwendung von Googles Diensten tatsächlich ist und wie es um die Überwachung von Benutzern steht, ist Thema dieses Kapitels.

Auch wenn es dabei keineswegs darum geht, Google als alleinigen Bösewicht darzustellen, so rechtfertigt die große Zahl völlig unkritischer Nutzer dennoch, dass dieses Kapitel sich ausschließlich mit den Schattenseiten des Unternehmens befasst. 

Aufgrund der großen Zahl von Angeboten die das Unternehmen mittlerweile zur Verfügung stellt ist dieses  Extra zum Thema "Überwachung durch Google" besonders umfangreich geworden. Trotzdem wurde versucht, das Material auf die nötigsten Informationen zu beschränken.

Google - die Finanzkraft


Google - die Bedrohung durch die Suchmaschine

- Google Cookies
- Datenerfassung
- Folgen von Google

Google-Dienste als Datenschutzrisiken

- Google Analytics™
- Google und DoubleClick
- Google Desktop Search™
- Google Docs (Texte und Tabellen)
- Google Street View
- Google und die US-Behörden

Google und Browser

- Google Chrome
- Google und Firefox

Google spioniert - was kann man tun?
- Google Cookies blocken
- Scheinbare alternative Suchmaschinen
- Anonymisierende Suchmaschinen

Empfehlenswert ist es, im Anschluss auch nochmal einen Blick auf den Beitrag zu Googles E-Mailservice Gmail™ (Google Mail) zu werfen.



Google™ - Die Finanzkraft

Praktisch jeder Internetbenutzer hat schon einmal "gegoogelt", tatsächlich wird die Suchmaschine wahrscheinlich häufiger aufgerufen als irgendeine andere Webseite sonst. Ein Internet ohne Google ist mittlerweile praktisch undenkbar. Statistisch führen 75% aller Verweise/Weiterleitungen zu Google (Stand 2005). Bei den Suchmaschinen in Deutschland beherrscht Google laut webmaster-pro.de mit 94.2% fast den gesamten Markt (Stand Juni/Juli 2008).

Das verwundert auch nicht weiter, wenn man weiß, wie klein das Angebot an Suchmaschinen ist wirklich ist.. Letztlich wurden viele andere Suchmaschinen (wie etwa Alltheweb oder AltaVista) von den "drei Großen" geschluckt - Google, Yahoo!, und Microsoft (am 1. Juni 2009 löste die Suchmaschine Bing die bisherige Live Search von Microsoft ab) . Somit hat Google eine ausgezeichnete Position auf dem Markt.

Neben der bekannten Suchmaschine, bietet Google mittlerweile auch viele andere Dienstleistungen an. Das führt unter anderem auch dazu, dass Google zunehmend in allen Sparten von Angeboten die im Internet angeboten werden, vertreten ist. Bei einigen Diensten ist dem Benutzer die Verbindung zu Google (etwa als Tochtergesellschaft) wenig bewusst - prangt auch nicht auf jedem seiner Projekte der Google™-Schriftzug. Im Übrigen legt Google großen Wert auf die rechtmäßige Nutzung des Schriftzugs. So wurden bereits Blogger abgemahnt, die das Logo ohne ausdrückliche Erlaubnis verwendet und persifliert hatten.

Zum Großkonzern gehören neben Angeboten die den Namen des Mutterkonzerns "Google" im Namen tragen, wie etwa die Bildbearbeitung Picasa™ auch weitere Dienste, denen die Eigentümerschaft nicht sofort anzusehen ist. Dazu zählen etwa der häufig genutzte Blogging-Dienst Blogger.com™ und seit Oktober 2006 auch das bekannte Video-Portal YouTube. All diese Angebote erfreuen sich allgemeiner Beliebtheit und Popularität.

Manche von Googles Versuchen auf anderen Gebieten Fuß zu fassen erwiesen sich dagegen als Flop, oder taten sich zumindest schwer. Die Online-Produktsuche Froogle™ kennt man vielleicht dem Namen nach (seit 2007 "Google Produktsuche"), der Google Messenger war gegen Konkurrenz wie den MSN chancenlos und die erst im Juli 2008 gestartete 3D-Chat-Community Google Lively musste bereits im Dezember des Jahres daran glauben.

Googles Kontaktbörse orkut™ kam bisher nur in die Schlagzeilen, als sie einen indischen Benutzer an die Polizei auslieferte, und weil sie als Plattform zur Abwicklung von Drogengeschäften von sich reden machte - es gibt jedoch Bestrebungen orkut durch Implementierung von Diensten von Google Video™ und YouTube wieder attraktiver zu machen.

Gleich zu Beginn des Jahres 2009 kündigte Google an, es wolle den Microblogging-Dienst Jaiku als Open Source Projekt freigeben und sich bis auf ein paar freiwillige Mitarbeiter aus der Entwicklung zurückziehen - das Handy-Kontaktnetzwerk Dodgeball werde sogar gänzlich aufgegeben.

Dank der Einnahmen in Milliardenhöhe kann sich Google diese kreativen Patzer und "Ausbesserungen" jedoch problemlos leisten. Andere "Dienstleistungen" von Google sind weniger bekannt, tragen aber immens zu den Einnahmen bei.



Google - Die Bedrohung durch die Suchmaschine

Google-SucheDie Ausrichtung des Unternehmens ist vom Prinzip her so simpel wie sie gleichzeitig katastrophal für die Nutzer ist. Sie besagt "Weil ich alles suche, muss ich alles wissen - auch über meine Nutzer" Wer, wann, was von wo aus sucht, alles von Interesse für Google. Und tatsächlich sammeln sie diese Informationen auch gründlich und wo immer es möglich ist

Das bekannteste Angebot von Google Inc. ist sicher "Google - die Suchmaschine". Das zeigt sich sicher nicht zuletzt daran,  dass der Begriff "googeln" geradezu zum Synonym für "Im Internet suchen" geworden ist (wobei Google dieser Gebrauch aus Markenschutzgründen missfällt) . Was jedoch dem durchschnittlichen Benutzer meist nur wenig bewusst ist: Mit Google sucht man nicht nur - sondern wird auch gesucht, ist doch Google stets auf der Suche nach den Daten seiner Benutzer.

So ist etwa das Google Cookie, das auf dem Rechner des Users abgelegt wird, nicht temporär. Sofern es nicht gelöscht wird, hatte das Cookie ursprünglich eine Gültigkeit bis zum Jahr 2038. Auf lang anhaltende Kritik hin, verkürzte Google im Juli 2007 die Lebensdauer seiner Cookies auf zwei Jahre. Allerdings nutzt sich das Cookie nicht ab: bei jedem neuen Aufruf der Google-Suche wir die Lebensdauer von zwei Jahren erneuert, es verfällt nicht von allein - was den User jedoch nicht daran hindert, es jederzeit selbst zu löschen. Doch die Suchmaschine tut noch weit mehr als nur ein Cookie zu setzen.

Bei einer Suchanfrage an Google geschieht so einiges: Zunächst einmal  erfasst Google die IP des Benutzers, und protokolliert Datum und Zeitpunkt der Anfrage. Gleichzeitig zeichnet die Suchmaschine alle verwendeten Suchbegriffe auf und speichert zusätzlich Informationen über den Browser-Typ in den Serverprotokollen.

Google begründet die Speicherung von IP und Suchbegriffen unter anderem damit, dass auf diese Weise die Qualität der Suchergebnisse gesichert werden würde, da so ermittelt werden könnte, welche Ergebnisse die User als relevant betrachteten.

Nachdem 2007 die mögliche Verletzung von EU-Datenschutzrecht durch die Vorgehensweise von Unternehmen wie Google laut wurde, erklärte das Unternehmen, künftig würden die Daten die durch Suchanfragen gewonnen werden nach anderthalb Jahren anonymisiert werden.

Im offiziellen Google Blog wurde dann am 09.08. 2008 bekannt gegeben, die Frist bis zur Anonymisierung der IP würde auf neun Monate verkürzt werden. Allerdings ist es (noch) nicht bekannt, wie diese Anonymisierung geregelt ist und wie umfassend diese ist. Tatsächlich sagte Google selbst, es sei noch nicht gänzlich klar, ob die selben Methoden wie bei der bisherigen 18-Monate-Speicherung Anwendung finden könnten. Kritiker argumentieren, die Teil-Anonymisierung der IP wie von Google beschrieben würde zwar die Identifikation einzelner Benutzer erschweren, dennoch wäre der Kreis möglicher IPs noch zu klein, als dass man von Anonymität sprechen könne. Besonders in Verbindung mit Googles anderen Diensten könnten  immer noch Rückschlüsse auf das Surfverhalten des Einzelnen gezogen werden.

Dass längst nicht alle Anwender mit dieser Art von Datenschutzpolitik einverstanden sind, dürfte auch der Konzernführung bekannt sein. Vielleicht war dass der Grund, weshalb Google die Änderung der Datenschutzbestimmungen am 28.01.2009  weitgehend vor seinen Usern verheimlichte, oder sie zumindest nicht öffentlich darauf hinwies. Durch besagte Änderung  wird seitdem zusätzlich die Verwendung weiterer Google-Dienste erfasst und überprüft ob und in welcher Weise diese genutzt werden.

Googles unendliche Datensammelwut nutzt allerdings nicht nur dem Konzern. Mittlerweile können unbedacht ins Netz gesetzte Informationen sogar soweit gehen, dass Google die berufliche Karriere gefährden kann. Das ergibt sich ganz einfach dadurch, das mittlerweile viele potentielle Arbeitgeber sich erst einmal online über ihre Bewerber informieren - dazu reicht es oft schon bei Google nach dem vollen Namen der Person zu suchen. Finden sich dabei Inhalte wie veraltete ungepflegte Homepages, oder kompromittierende Profile in Social Communitys, kann dies die Bewerbungschancen oder Aufstiegsmöglichkeiten durchaus drücken.

Ein Beispiel dafür, welche beruflichen wie privaten Auswirkung bereits die Suche nach Personen per Google haben kann, zeigt eine Meldung vom 23.April 2007 der kanadischen Online-Zeitung "The Tyee":

Andrew Feldmar, einem kanadischen Psychotherapeuten, wurde die Einreise in die USA, wo er regelmäßig arbeitet und seine Kinder besucht verwehrt, nachdem der Zollbeamte nach ihm gegoogelt hatte und eine Studie von Feldmar fand, in der er seine LSD-Selbstversuche vor 40 Jahren beschrieben hatte.

Zwar ist Google in diesem Fall nicht direkt für das Einreiseverbot verantwortlich, das Beispiel zeigt aber deutlich das Risikopotential der Allwissenheit Googles, insbesondere das seiner Suchmaschine.

Trotz aller Einwände gegen diese Vorgehensweise, oder einzelne Maßnahmen, ist es jedoch mittlerweile fast unmöglich, Google Servern aus dem Weg zu gehen - zu umfassend ist das Angebot an Dienstleistungen die Google bietet und die von der Mehrzahl der Internetnutzer auch gerne völlig unkritisch genutzt werden.

Google ist also bereits mit seiner Suchmaschine praktisch überall wo es Daten im Internet zu sammeln gibt und schon diese allumfassende Anwesenheit stellt eine Bedrohung dar. So wäre es dem Unternehmen möglich, durch die Kombination von Informationen über seine Nutzer, die es dank seiner zahlreichen Dienste aus vielen verschiedenen Quellen schöpfen kann, umfassende Benutzerprofile seines Verhaltens , seiner Vorlieben und andere persönlichen Informationen zu erstellen (wie etwa im Kapitel "Einstieg - Warum Datenschutz im Internet" bereits beschrieben). Seitenanfang


Google-Dienste sind Datenschutzrisiken

Welche Angebote außerhalb der eigentlichen Suchmaschine bedrohen die Privatsphäre ihres Benutzers ebenfalls? Wie gehen diese Dienste vor? Diese Frage sollen zumindest in einer Zusammenfassung erklärt und Hintergründe beleuchtet werden. Daher folgt in diesem Abschnitt eine (unvollständige) Liste einiger Dienstleistungen von Google und wieso diese unter Umständen mehr schaden als nutzen (was besonders angesichts der oben genannten Ausweitung der Überwachung durch die veränderten Datenschutzbestimmungen interessant sein kann).

Google-Analytics - der gläserne Besucher

Benutzer-ÜberwachungGoogle Analytics dient als Webanalysedienst im Wesentlichen dazu das Verhalten der Besucher der Seite nachzuvollziehen. Nach Angaben des österreichischen Suchmaschinen-Experten Walter Karban im Juni 2008 setzen über 80 Prozent aller gut besuchten Seiten in Deutschland und Österreich Google-Analytics ein. So gibt es dem Betreiber der Seite ebenso Aufschluss darüber, anhand welcher Suchbegriffe die eigene Website gefunden wurde und welche Seiten hierher weiter verlinkt haben als auch über weitere Informationen, beispielsweise die Aufenthaltsdauer.

Dieses System ist allerdings selbst in Geschäftskreisen nicht unumstritten. So wird mittlerweile Webseitenbetreibern die Google Analytics auf ihrer Seite verwenden dazu geraten, diese Information dringend in ihre Datenschutzerklärung bzw in das Impressum der Webseite zu übernehmen, will man sich nicht der Gefahr kostenpflichtiger Abmahnungen aussetzen.

Alternativ ließe sich etwa der quelloffene Analysedienst Piwik nutzen - unnötig zu erwähnen dass auch dieses Vorgehen zur Besucher-Überwachung weiterhin datenschutzbezogen fragwürdig ist - "besser" als Google Analytics ist Piwik dahingehend, dass die gewonnenen Daten, anders als bei Google Analytics, nicht in die Hände einer weiteren Instanz (Google) fallen.

Häufig wird auf Webseiten das Script von Google Analytics auch mit Google AdSense™ kombiniert, einem Dienst mit dem es dem Besitzer der Seite möglich ist seinen Besuchern kontextbezogene, das heißt zum Inhalt der Website "passende" Werbung unterzuschieben. Im Code der Adsense-Anzeigen findet sich übrigens auch der Eintrag "googlesyndication.con" der bereits viele neugierige Benutzer verunsichert hat und für schädlich gehalten wurde, weil er so häufig vorkommt .

Bei Googlesyndication handelt es sich jedoch "lediglich" um den Dienst den Google dazu nutzt um die Klicks auf die Adsense Werbeanzeigen mitloggen zu können. Somit ist Eintrag "googlesyndication.com" kein Hinweis auf einen Schädling wie Trojaner oder ähnliches - vom Datenschutz-Standpunkt aus kann man ihn aber durchaus als "schädlich" betrachten - weshalb man ihn mit der Firefox-Erweiterung NoScript blocken sollte (mehr dazu im Praxisteil dieser Website).

Google und DoubleClick


Eine Firma über deren Cookies und Scripte man überall im Netz dutzendfach stolpert ist DoubleClick - eines der weltweit größten Online-Marketing-Unternehmen. Werbebanner, animierte Werbung etc. DoubleClick und seine Cookies sind praktisch überall. Wem das bekannt vorkommt, der hat den bisherigen Text über Googles Geschäftspolitik verstanden.

Was passiert nun, wenn der weltgrößte Suchmaschinenanbieter mitsamt seinem kontextbezogenen Anzeigendienst mit einem der größten Werbedienstleister für Online-Marketing fusioniert? Denn genau das geschah im März 2008 als Google das Unternehmen DoubleClick zum Preis von 3,1^Milliarden US-Doller als Tochterfirma übernahm.

Zuvor hatte es einen erbitterten Rechtsstreit über mehrere Instanzen gegeben, in dem die Gegner dieser Übernahmen argumentierten, durch die Kombination von Googles Anzeigendiensten und DoubleClicks Werbe-Angebot würde nicht nur wirtschaftlich eine Monopolstellung auf dem Online-Werbemarkt entstehen- DoubleClick ist auf nahezu jeder gewinnorientierten, kommerziellen Webseite vertreten. Ist das Cookie von DoubleClick erst einmal gesetzt, wird es bei jedem Aufruf einer Webseite die ein DoubleClick-Angebot beinhaltet, mit Informationen darüber gefüttert. Dazu zählen der Seitenaufruf, Browsertyp. Datum und Uhrzeit des Aufrufs etc.

Auf diese Weise geraten unvorstellbare Mengen an Informationen über das Surfverhalten der Internet-Nutzer in die Hände eines/zwei Unternehmens. Anhand der riesigen Datenmengen können nahezu problemlos Profile jedes einzelnen Benutzers angelegt und für weitere Zwecke verwendet werden. DoubleClick versichert, diese Daten würden nur zu statistischen Zwecken genutzt.

Google Desktop Search


Bei Verwendung der "Google Desktop Search" bleiben die Informationen über die bereits indexierten Dateien keineswegs nur auf dem heimischen  Rechner gespeichert. Stattdessen wird beispielsweise der Suchindex, das heißt, die Informationen über alle Dokumente zur "effektiveren Indizierung" über mehrere Rechner hinweg, auf die entsprechenden Google-Server in den USA übertragen.

Da in den USA die Bestimmungen zum Zugriff auf Server seitens von Regierungsinstanzen (wie etwa Geheimdiensten) weitaus liberaler sind, als die Bestimmungen die für den Zugriff auf private Einzelplatz-PCs gelten, kann sich jeder vorstellen, welche möglichen Konsequenzen dies für die "Strafverfolgung" haben kann.

Google Docs - Google Texte und Tabellen

Diese Dienste gehört zu einer Gruppe von Anwendungen die man "Software as a Service" (SaaS) nennt und deren Entwicklung extrem kritisch betrachten werden muss. Grundkonzept praktisch aller SaaS-Anwendung ist es, Aufgaben die bisher an einem festen Standort mit Hilfe entsprechender Software erledigt wurden, in das Internet zu übertragen.

So benötigt der Anwender beispielsweise keine Textverarbeitungs-Software mehr auf seinem Rechner, da er Dokumente mit Google Docs online verfassen und bearbeiten  kann. Als Vorteil wird genannt, dass dieselbe Aufgabe von jedem beliebigen Ort mit Internetanschluss fortgeführt werden kann, ohne die Dokumente etwa auf einem Laptop mit sich führen zu müssen. Die Aufgabe einer Software wird also als Dienstleistung angeboten.

Kritisch ist diese Entwicklung vor allem aus zwei Gründen: Zum einen ist der Benutzer zwar unabhängig von einer bestimmten Software, allerdings besteht nun eine extreme Abhängigkeit vom Anbieter des Dienstes (wie eben Google Docs). Gehen bei diesem Datenbestände verloren (sei es durch eine technische Panne oder Diebstahl), so sind diese für den Benutzer verloren. Das gleiche gilt, falls der Anbieter aus sonstigen Gründen den Zugriff auf die Dokumente verweigern sollte.

Zum anderen ist Google nun theoretisch im Besitz der Dokumente  und der darin enthaltenen Daten. Selbst wenn Google diese Informationen zum jetzigen Zeitpunkt nicht nutzen sollte - die Möglichkeit des Mißbrauchs ist jedoch gegeben. Ob Geschäftsunterlagen und andere sensible Daten im Internet sicher aufgehoben sind, ist ohnehin fraglich.

Google Earth™ und Google Maps

Google Earth scheint in seiner Funktion als "3D-Globus" für Überwachungsmaßnahmen wenig geeignet zu sein, da keine bewegten Aufnahmen gezeigt werden. Das es trotzdem funktioniert zeigt eine Meldung der Neuen Zürcher Zeitung vom 29. Januar 2009. In diesem fallen hatten Ermittler per Google Earth zufällig ein illegales Hanffeld zweier Thurgauer Bauern entdeckt, das innerhalb eines Maisfeldes angelegt worden war, um die Entdeckung durch Vorbeigehende zu verhindern.


Google Street View


Mit der Präsentation von Street View im Mai 2007 erweiterte Google sein Angebot weiter. Die Funktion die dieses Projekt dem Benutzer bietet lässt sich in einem Satz zusammenfassen:

Google Street View ist öffentliche Videoüberwachung.


Im Auftrag von Google sind StreetViewCars unterwegs, die bei ihrer Fahrt durch die Städte dort Aufnahmen der Straßenzüge machen, die anschließend in den Dienst eingebunden werden. Dadurch werden viele Personen die sich in Reichweite dieser Wagen befinden ungefragt zu Motiven dieser Kameras - Google argumentiert, Bilder von öffentlichen Plätzen dürfe jeder machen.

Problem dabei ist, dass diese Bilder derart detailgenau sind, dass sich mitunter sogar durch Fenster in Wohnräume blicken lässt, daher fühlen sich viele Bürger in ihrer Privatsphäre verletzt. So werden Beispiele von Bildern angeführt auf denen Personen zu sehen sind die sich im Bikini sonnen oder einen P*rnoladen betreten.

Auch bestehen in vielen Ländern rechtliche Probleme durch diese Kombination aus Foto und bewegtem Bild. So ist es beispielsweise In Kanada generell gesetzlich verboten, ohne ausdrückliche Einwilligung der Person Foto- oder Videoaufnahmen von ihr zu machen.

Wohin dieser "Big Brother Dienst" von Google noch hinführen wird, bleibt vorerst abzuwarten.

So berichtete die Los Angeles Times in ihrer Ausgabe vom 7. März 2008 bereits von Ärger mit der US-Regierung. Die Tatsache, dass auf diesen Bildern Militärbasen zu sehen seien, deren Sicherheitsmaßnahmen durch die Detailtreue der Aufnahmen gefährdet werden könnten, löste einigen Unmut aus. Larry Yu, Sprecher von Google, entschuldigte sich dafür, man würde die betreffenden Bilder entfernen, da man im Bezug auf sensible Daten weiterhin an Zusammenarbeit mit den Behörden interessiert sei. Ähnliche Bedenken wurden auch für Aufnahmen von Kernkraftwerken und anderen potentiellen Anschlagszielen laut.

Aus diesem Grund kündigte dann Google am 12. Mai 2008 an, Gesichter von Personen die bei der Erfassung von Bildern für Google Street View™ aufgenommen wurden, künftig zu anonymisieren. Dennoch äußerte sich der europäische Datenschutzbeauftragte am 15. Mai 2008 kritisch zu einer evtl. Einführung dieses Dienstes in Europa.

Diese Skepsis wurde im Juli 2008 konkretisiert, da von mehreren Stellen befürchtet wird, dass die durch Google Street View™ gemachten Aufnahmen trotz Anonymisierung von Gesichtern und Kennzeichen kritisch sein könnten. In Kombination mit weiteren Daten, etwa aus Aufnahmen von Google Earth und zusätzlichen Informationen ist das Risiko des Missbrauchs tatsächlich sehr hoch.

Im September 2008 kündigten verschiedene Gemeinden in Deutschland an, man würde durch die Forderung Google Street View sei als genehmigungspflichtige Sondernutzung anzusehen, die Ausbreitung des Dienstes ebenso behindern wie durch eventuelle Änderungen von Gemeindesatzungen. Auch Fraktionen des Kieler Landtags äußerten Kritik.

Diese Widerstände aufzulösen scheint Google Deutschland besonders wichtig zu sein. So erklärte der Datenschutz-Chef von Google in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" am 26.04.2009 das Unternehmen zeige sich zuversichtlich Googl Streetview bereits in diesem Jahr auch in Deutschland starten zu können.

Eine besondere Frage ist bisher auch, wie der Schutz von Einrichtungen die in besonderem Maße auf Anonymität angewiesen sind (Beratungsstellen, Frauenhäuser) effektiv realisiert werden und diese von der Erfassung geschützt werden können. Dieser extrem wichtige Punkt ist beispielsweise noch völlig unklar.

Doch auch Bürger ohne schwerwiegende Probleme können in empfindlicher Weise in ihrem Recht auf Privatsphäre verletzt werden. So kann die Ansicht des Wohnortes in Verbindung mit personenbezogenen Daten beispielsweise Rückschlüsse auf den sozialen Status einer Person zulassen. Wohnt der Betroffene etwa in einem sozialen Brennpunkt und macht das Äußere des Gebäudes einen ungepflegten Eindruck (dessen Ansicht Google Street View bietet), so kann dies unter Umständen Einfluss auf die geschäftlichen und beruflichen Möglichkeiten haben.

Dennoch gibt es viele Internetnutzer, die unbeeindruckt davon Webseiten wie MapOfStrange.com nutzen um "lustiges und bizarres" aus Google Maps und Google Earth zu sehen. Auch existiert mit Sightwalk.de bereits ein deutsches Unternehmen das versucht mit dem gleichen Geschäftsmodell wie Street View - der öffentlichen Video-Überwachung - und stärkerer "Datenschutzfreundlichkeit" erfolgreich zu sein

Sonstige Google-Dienste


Google Audio Indexing


Das erste Mal mache dieser Dienst im Juli 2008 von sich reden, als er damals unter dem Namen "Google Election Video Search" startete und auf YouTube die gesprochene Wort aus Reden der Präsidentschaftskandidaten des zu diesem Zeitpunkt stattfindenden US-Wahlkampfes in Text umwandelte. Dieser wurde dabei indexiert und konnte so anschließend leicht durchsucht werden.

Im September des selben Jahres (2008) wurde diese Funktion nun unter einem neuen Namen - "Google Audio Indexing" im Google Blog angekündigt. Zwar sei der Dienst zunächst ebenfalls auf den Politik-Videokanal von YouTube beschränkt, es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis er auch für das gesamte YouTube-Portal verfügbar wird. Wo hier nun die Gefahr für den Datenschutz liegen soll, mag sich manch Leser dieser Zeilen denken und in der Tat ist das Risiko auch noch nicht wirklich einzuschätzen. Allerdings ist die Möglichkeit, Sprache in indexierbaren Text umzuwandeln, eine Technologie, die sich in angepasster Form, auch für Videoüberwachung eignen könnte.

Google Wave

Zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abzuschätzen ist der (Miss-) Erfolg von Google Wave, das Ende Mai 2009 angekündigt wurde. Geplant ist Wave als Serveranwendung in Form einer Kommunikationsplattform, mit der eine große Zahl der bisherigen Kommunikationsmittel zusammengefasst wird. Benutzer können dort in Echtzeit an gemeinsamen Projekten Arbeiten und dabei über einen Nachrichtendienst kommunizieren der als eine Kombination aus E-Mail und Instant Messaging betrachtet wird.

Der Austausch von Informationen aller Art steht dabei im Vordergrund. Mit Google Wave sollen nicht nur Dokumente, Fotos und Videos verbeitet werden können - die wiki-artige Struktur ermöglicht die kollektive Bearbeitung der Projekte. Die Einbindung von weiteren Google-Diensten wie Suchmaschinenergebnissen und Karten aus Google Maps sind ebenso geplant, wie die Erweiterbarkeit durch Plugins.

Google Wave bedeutet also, dass verschiedene Kommunikationsformen die bisher getrennt voneinander existierten (E-Mail, Instant Messaging, Wikis usw.) nun zentral in einer Anwendung zusammengefasst werden. Hier liegt dann auch eines der Hauptrisiken für den Datenschutz: Eine große Menge an Daten wird direkt oder indirekt einem einzigen Anbieter anvertraut -  die Abhängigkeit vom Unternehmen wächst dadurch immer mehr.

Zwar ist angeblich geplant, Google Wave zu einem späteren Zeitpunkt quelloffen anzubieten, so dass jeder mit entsprechenden Kenntnissen seinen eigenen Wave-Server aufsetzen kann - Google ist jedoch ein finanziell orientiertes Wirtschaftsunternehmen und kein gemeinnütziger Verein.

So soll Wave selbst zwar kostenlos sein, allerdings wird das Unternehmen bereits einen Weg gefunden haben, Gewinne mit diesem Projekt zu erzielen. In welcher Form das geschehen soll (Anzeigen, Werbeeinblendungen, kostenpflichtige Premiumdienste) ist bisher jedoch ebenso unbekannt wie die Datenschutzbestimmungen.

Google-Dienste und die US-Behörden

Auch ohne Verschwörungstheorien in die Welt zu setzen sollte jedem Benutzer von Googles Diensten bewusst sein, dass es sich dabei um ein US-amerikanisches Unternehmen handelt, das  an die Regelungen des USA Patriot Act gebunden ist. Demzufolge muss Google den Regierungsbehörden auf entsprechende Aufforderung hin, Zugang zu den gespeicherten Informationen gewähren (auch wenn sich Google in der Vergangenheit gegen die Herausgabe von Daten gewehrt hatte).

Im Fall von Google ist dieser Punkt besonders beachtenswert, da Google Inc. durch seine zahlreichen Angebote über eine großze Zahl von Daten seiner Nutzer verfügt. Seitenanfang


Google und Browser

Google Chrome - alles andere als ein Hochglanz-Browser

Anti-Chrome-LogoWenn Google auch ein Quasi-Monopol bei den Suchmaschinen hat, so wurden Browser-Kriege bisher ausschließlich zwischen dem Microsoft Internet Explorer und seinem aktuell stärksten Konkurrenten Mozilla Firefox ausgetragen. Doch schließlich griff Google auch hier nach der Macht - im Oktober 2008 wurde Chrome, der Browser aus dem Hause Google, vorgestellt.

Bereits kurz nach der Veröffentlichung wurde klar - Google hatte wieder als Datenkrake zugeschlagen: Google Chrome sammelt Benutzerdaten und wenn man sich die Tatsachen betrachtet, könnte man fast meinen, er sei explizit dafür konzipiert worden.

Jeder heruntergeladene und installierte Browser verfügt automatisch über eine so genannte Chrome-ID. Dabei handelt es sich um eine eindeutige Anwendungsnummer, also um eine Nummernfolge anhand derer der einzelne Browser online identifiziert werden kann. Zusätzlich werden nach Angaben von Google Informationen über die verwendete Version und die Spracheinstellung des Browsers übermittelt. Kurz nach dem Bekanntwerden fanden sich jedoch auch schon kostenlose Programme zum deaktivieren der Chrome-ID.

Außerdem betätigt sich Google Chrome als Keylogger - wenn man die Übertragung der Inhalte der Adresszeile (im Chrome nennt sich diese nun "Omnibox") an Google betrachtet. Nicht nur, dass die vollständige Adresse einer Webseite (URL) beim Aufrufen übertragen wird - anscheinend werden die Anfragen schon bei der Eingabe an Google übermittelt (bereits während man etwa www.foe eintippt, werden diese Daten gesendet und dass, obwohl man die vollständige URL www.foebud.de noch gar nicht gänzlich eingegeben hat). Auch fehlerhafte URLs, etwa mit Tippfehlern und sogar deren Korrekturen wandern ebenfalls zu Google.

Google selbst bestätigte, dass etwa zwei Prozent der Eingaben in die Omnibox inklusive der IP des Benutzers gespeichert würden,  begründet dieses Verhalten seines Browsers jedoch damit, dass sie der Vorschlagfunktion (Google Suggest) des Browsers diene - wie man sie ja bereits von der Google Toolbar kennt. Diese Funktion versucht bei der Eingabe die Adresse der gesuchten Seite zu "erraten" und präsentiert dann entsprechende Vorschläge.

Google selbst erklärt zwar, wie diese Funktion zu deaktivieren sei solch eine Überwachungsmaßnahme jedoch überhaupt schon anzubieten, stärkt sicher nicht das Vertrauen in das Verständnis von Datenschutz seitens Google.

Anmerkung: Die Deaktivierung von Google Suggest erfolgt durch einen Klick mit der rechten Maustaste in die Omnibox/Adressleiste, im aufklappenden Menü wird der Punkt "Suchmaschinen bearbeiten" ausgewählt. Im sich dann öffnenden Fenster entfernt man abschließend das Häkchen vor dem Menüpunkt "Automatische Vorschläge zur Vervollständigung der in die Adressleiste eingegebenen Suchanfragen und URLS". So ist man zumindest diese Spionagefunktion von Chrome los.

Beteuerungen, die Vorschläge aus Google Suggest und die Aktualisierungen für den Phishing-Schutz des Browsers würden nicht mit der Übertragung der Chrome-ID verbunden werden, sind bei Google nichts neues. Auch hier liegt das Vertrauen in den Wahrheitsgehalt dieser Aussagen beim Nutzer.

Zuguterletzt dürfte die Meldung der Berliner Zeitung vom 06.10.2008 einen Tiefschlag für Google darstellen. In deren Artikel findet sich der Hinweis, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) rate von der allgemeinen Verwendung von Google Chrome ab. Dabei wurde auch gesagt, dass diese Empfehlung nicht allein aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine Testversion in der Beta-Phase handle fußte, sondern auch Googles Datenschutzpolitik zu dieser Entscheidung geführt hatte. Somit hat Chrome bereits einiges an Kratzern abbekommen.




Google und Mozilla Firefox

Das Unternehmen Google hat nicht erst seit der Veröffentlichung des eigenen Browsers Google Chrome einigen Einfluss auf die Browser-Entwicklung. Die Mozilla Foundation unterhält gute Geschäftsbeziehungen mit Google Inc. was sich bereits an der Startseite des Mozilla Firefox zeigt. In den Voreinstellungen befindet sich hier standardmäßig eine Google-Suche. Der entsprechende Vertrag läuft bis 2011, es ist jedoch zu erwarten, dass er erneut verlängert wird. Doch die Zusammenarbeit erstreckt sich noch weiter.

Mozilla-LogoSo finanziert sich Mozilla zu einem nicht geringen Teil aus der in Firefox integrierten Google Suchbox die sich nach dem ersten Start direkt rechts neben der Adressleiste findet. Für jede Suche über dieses Feld zahlt Google einen Betrag in (mir) unbekannter Höhe. Die Zahlen des Finanzberichts der Mozilla Foundation aus dem Jahr 2006 sprechen diesbezüglich eine deutliche Sprache: Rund 85% der Einnahmen von Mozilla stammen aus dem Sponsoring durch Google. Das entspricht einer Summe von rund 67 Millionen US-Dollar (etwa 52 Millionen Euro - Interbankkurs vom 30.01.2009, ermittelt mit dem Online-Währungsrechner des Bundesverbands deutscher Banken).

Doch auch wenn es sich um riesige Beträge handelt ist diese Form der Kooperation verhältnismäßig harmlos, wenn man sich im Vergleich dazu andere ansieht.

Bereits ein alter Hut ist die Google Toolbar die als Erweiterung für den Mozilla Firefox erhältlich ist und für manche Nutzer auch einfach nur als praktisch empfunden wird. Die unter Internetnutzern lange Zeit laufende Diskussion, ob die Google Toolbar benutzerspezifische Daten sammelt, scheint mittlerweile geklärt und das Ergebnis fällt zu Ungunsten von Google aus.

Ein Beispiel das die Übertragung von Daten an Google nahe legt, ist die Anzeige des so genannten Page Rank in der Toolbar. Das Page Rank stellt in Form eines kleinen grünen Balkens und einer Skala von 1-10 die Linkpopularität einer einzelnen Webseite dar - also wie oft diese Seite verlinkt wurde und damit bis zu gewissem Grad auch ihre Bekanntheit bzw Beliebtheit.

Wenn nun beispielsweise die Startseite der Webseite www.foebud.org einen hohen Pagerank hat und anschließend Unterseiten wie "BigBrotherAwards" oder "Videoüberwachung" aufgerufen werden, kann man sehen, dass in der Regel der Pagerank dieser Seiten niedriger ist - sie sind einfach weniger populär als die Hauptseite und werden seltener verlinkt. Doch woher kommen die entsprechenden Informationen?

Die Antwort ist, wie so oft, einfach: Die Informationen zum Pagerank werden bei Google abgefragt. Ruft man die Seite www.foebud.org auf, wird das an Google übermittelt um das Pagerank festzustellen. Öffnet man dann einen Unterpunkt, beispielsweise "StopRFID", wird es ebenfalls an Google übermittelt um zu prüfen, ob sich der Pagerank verändert hat. Das gleiche passiert mit jeder weiteren Unterseite die man aufruft.

Demzufolge liefert die Toolbar nicht nur Informationen darüber, ob man von Webseite A nach Webseite B gewechselt ist, sondern vollzieht auch jeden Schritt innerhalb eines Webauftritts nach -beispielsweise das wechseln von Kapiteln.

Darüber hinaus warnte die die Electronic Frontier Foundation (EFF) bereits im Februar 2006 vor dem Gebrauch der Toolbar, da diese es Hackern leichter machte Zugriff auf Daten zu erhalten.

Einer der neueren Geniestreiche zur Überwachung im Mozilla Firefox ist dem Team Google/Mozilla mit dem Angebot des Google Phishing-Schutzes seit der Version Firefox 2.0 und der späteren Anpassung in der Version 3.0 gelungen. Standardmäßig ist im Firefox ein Häkchen unter "Einstellungen" - "Sicherheit" - "Hinweis anzeigen falls die besuchte Webseite als Betrugsversuch eingeschätzt wird" gesetzt.  Zum Schutz vor böswilligen Seiten findet sich dort auch die Funktion des Safebrowsing (sb.google.com): "Hinweis anzeigen falls die besuchte Webseite als attackierende Webseite eingeschätzt wird".

Offiziell heisst es, die Webseiten würden anhand einer lokal gespeicherten Liste abgeglichen die lediglich im Intervall von 30 bis 60 Minuten von Mozilla aktualisiert wird . Allerdings wird diese Liste von Google bereitgestellt  Wird eine Webseite anhand dieser Blacklist als Phishing-Versuch eingeschätzt, überträgt Firefox diese Informationen an Google.

In der Firefox 3 Privacy FAQ der Google Code Labs liest sich das wie folgt (ein etwas längerer Auszug):

"Um Safe Browsing bieten zu können, lädt Google eine Liste in ihrer Browser die Informationen über Seiten bietet die eventuell schädliche Software enthalten, oder Phishing betreiben. Diese Liste enthält nicht die vollständige URL jeder verdächtigen Seite. Stattdessen wird jede URL gehashed und in einzelne Stücke zertrennt. So ist jeweils nur ein Stück jeder gehashten URL ein Teil der Liste in ihrem Browser.

Während Sie im Web surfen erstellt ihr Browser gehashte Versionen der von ihnen aufgerufenen URLs und vergleicht diese mit der Liste. Falls eine der von ihnen besuchten Seiten einem gehashten URL-Teil auf der Liste übereinstimmt, wird ihr Browser einen Kontakt mit Googles Servern herstellen um von dort die vollständige Liste (und nicht nur Teile dieser) anzufordern. Auf diese Weise kann ihr Rechner ermitteln, ob sie eine gefährliche Seite aufrufen wollen und sie davor warnen.

Beim Kontakt ihres Rechners mit Google - beim Abrufen der vollständigen Liste sowie bei Updates - erhalten wir standardmäßig allgemeine Log-Informationenen, darunter Ihre IP und eventuell ein Cookie. Diese Informationen identifizieren Sie nicht persönlich und werden nur für  wenige Wochen gespeichert. Alle Informationen die während dieses Vorgangs erfasst werden, sind durch die allgemeinen Bedingungen der Google Privacy Polcy geschützt."

Auf diese Weise werden alle angesurften Seiten von Google anhand einer Liste darauf geprüft, ob sie Elemente enthalten, die für Phishing-Seiten typisch sind. Klingt sehr Service-orientiert - wenn jedoch in der selben FAQ der Satz fällt: "Wir verwenden Informationen über die Verwendung von Safe Browsing um die Qualität von Safe Browsing und anderer Google-Dienste zu verbessern" bleibt es jedem selbst überlassen ob und wie weit man den Beteuerungen, die Daten würden nicht langfristig gespeichert, verknüpft oder ausgewertet werden, glauben schenkt.

Zudem ist dieses System des Phishing-Schutzes nicht sicher. Werden beispielsweise die Adressen präparierter Internet-Seiten mit einem Dienst wie Clickhoster oder TinyURL gekürzt (das wird beispielsweise gemacht um unnötig lange Links in E-Mails oder bei Twitter zu vermeiden) dann erkennt der Phishing-Schutz von Google nicht die tatsächliche manipulierte Webseite sondern lediglich die Adresse von "tinyurl.com" und stuft die Seite daher als harmlos ein (und sollte im Gegenzug Google irgendwann tinyurl.com als bösartig einstufen, wird der Benutzer vor vielen harmlosen Webseiten gewarnt, nur weil der Link gekürzt worden war).

Zusammenfassend ließe sich über Google Safebrowsing und den Phishing-Schutz folgendes sagen: Wer seinem Verstand mehr vertraut als Google, benötigt diese Dienste nicht.


Das Google sein Wissen wiederum nicht jedem zugänglich macht, zeigt die Selbstzensur in China. Wurde ursprünglich darauf hingewiesen, ohne Berücksichtigung der Zensurvorschriften wäre es unmöglich in China Geschäfte zu machen, klingt dies nun etwas anders. In einem Interview mit dem Guardian im Januar 2007 gab Google-Gründer Sergey Brin an, die Zensur sei vom wirtschaftlichen Standpunkt aus nicht gut gewesen, da sie dem Ansehen Googles in der westlichen Welt und den USA geschadet habe. Allerdings erklärte im selben Interview Google Mitgründer Larry Page sinngemäß:

„ein Unternehmen wie Google sollte seine Entscheidungen nicht zu sehr von allgemeinen Auffassungen abhängig machen“

Google Master PlanWer sich weitergehend mit dem Google-Imperium beschäftigen möchte, dem empfehle ich das folgende englischsprachige Video: "Master Plan - About the Power of Google". Das Video steht auf der Webseite auch zum Download für den Quick Time Player, den Windows Media Player, Playstation Portable und den iPod zur Verfügung.

Auch wenn die folgende Seite für Leser von KontrollAusschluss.de absolut nichts neues bietet - auf "One Day without Google" (EN) finden englischsprachige Benutzer jeweils kurze Absätze zur Google-Problematik. Nicht sonderlich aufrüttelnd und auch der Verzicht von Googles Diensten wird nicht ausdrücklich gefordert, aber für Basisinformationen reicht es. Seitenanfang

 



Suchmaschine Google spioniert - was kann man tun?

Anti-Google-LogoNatürlich ist die naheliegendste Maßnahme gegen die Verletzung des Datenschutzes durch Google, die Benutzung einer anderen Suchmaschine. Diese Lösung wird aber selten gewählt, da der Benutzer an das Google-Layout gewohnt ist und man darüber hinaus eine der anderen beiden Monopolisten - Microsoft oder Yahoo wählen müsste.

Auch ist der Boykott von Google und ganz generell der Boykott eines einzelnen Unternehmens, durchaus umstritten. Müsste der "ethisch korrekte Internetnutzer" konsequenterweise nicht nur auf die Verwendung von Googles Suchmaschine verzichten, sondern darüber hinaus noch weitere Einschnitte vornehmen, da er andernfalls unglaubwürdig wäre? Nur freie Software verwenden? auf Webmail verzichten? Microsoft Windows verdammen? ausschließlich mit Öko-Büromöbeln einrichten? Und was ist mit dem elektrischen Strom für den Rechner - stammt er etwa aus einem Atomkraftwerk?

Es gibt also viele mehr oder minder gute Gründe einzelne Anbieter wie Google nicht zu boykottieren, doch wer es trotzdem macht beruhigt damit nicht nur sein Gewissen und trägt zur Demokratisierung des Internets bei - sondern bekundet deutlich seinen Protest gegen ungerechtfertigte Überwachung und Kontrolle durch einen Großkonzern.

Doch auch wer (noch) nicht bereit ist, so ohne weiteres auf die Nutzung der Suchmaschine mit den sechs bunten Buchstaben zu verzichten, kann bereits mindestens einen Schritt dazu tun, sich etwas weniger überwachen zu lassen.

Deaktivierung von Google Cookies


Wie oben beschrieben sind Googles Cookies sowohl berühmt, als auch berüchtigt, daher empfiehlt sich generell ein sensibler Umgang mit Cookies. Die beste Handhabung ist es, Cookies generell zu deaktivieren und nur gezielt benötigte zu erlauben.Darüber hinaus lässt sich festlegen, dass bestimmte permanent geblockt werden - und genau das sollte man mit den Google-Cookies auch tun.

In Firefox 3.0 bedeutet dies unter "Einstellungen" den Punkt "Datenschutz" zu wählen (falls noch nicht geschehen, das Häkchen vor "Cookies akzeptieren" entfernen) und unter "Cookies" das Häkchen vor "Ausnahmen" anzuklicken. Im daraufhin erscheinenden Fenster, setzt man folgende Seiten auf "blocken":

  • google.com
  • google.de
  • google-analytics.com
  • googlesyndication.com
  • doubleclick.com
  • doubleklick.de
  • alexa.com

Dies führt zwar dazu, dass man bestimmte Google-Dienste wie etwa die personalisierte Suche nicht mehr nutzen kann, aber Google kann für die normale weiterhin verwendet werden - und für seine Privatsphäre muss man eben Opfer bringen. Zwinkern Allerdings sollte keinesfalls vergessen werden, dass alle anderen Daten wie IP, Referrer und User Agent auch ohne Cookies erfasst werden (wie bereits im Einstiegskapitel dieser Seite erklärt).

Scheinbare alternative Suchmaschinen


Wer sich schließlich dazu entschlossen hat noch konsequenter zu werden, dem bleibt letztendlich nur noch der vollständige Verzicht auf Googles Suche und die Verwendung alternativer Suchmaschinen als nahe liegendste Möglichkeit gegen die Machenschaften von Google vorzugehen - leider ist sie relativ ineffektiv.

Zwar ist die Anzahl an möglichen Suchmaschinen theoretisch sehr groß. So listet die Webseite der "Suchfibel" fast 2700 verschiedene Suchdienste auf. Allerdings gehören viele von Ihnen wie bereits gesagt, zum Suchmaschinenimperium der drei großen Anbieter .

Als Hoffnung galt für einige optimistische Internetnutzer das Aufkommen von so genannten "Web 2.0 Suchmaschinen".Noch relativ neu ist die Idee von Suchmaschinen mit nutzerverbesserten Resultaten. Als solche bezeichnet sich das Projekt der Suchmaschine Sproose. Hier werden zunächst Standard-Suchmaschinenergebnisse geliefert, die dann von angemeldeten Benutzern nach ihrer Relevanz bewerten werden können. Viele machen es sich scheinbar sehr einfach, indem sie etwa Wikipedia-Einträge als "gute Wissensquelle" bewerten - die Möglichkeit einer wirklich unabhängigen Suchmaschine, wurde offenbar nicht verstanden.

Mit der Faulheit der Nutzer hatte wohl auch Wikia Search zu kämpfen, so dass diese Suchmaschine eingestellt wurde. Im Wikia-Projekt sollten sich verschiedene Themen-Wikis unter einem Dach zu einer Wissensquelle koordinieren. Mit der Suchmaschine Wikia Search wurde versucht einen rein auf der Bewertung der Benutzer basierender Google-Konkurrenten zu schaffen, die Suchergebnisse waren jedoch stets sehr durchwachsen. Ironischer weise wurde ausgerechnet dieses Projekt mit Google-Werbung finanziert und von Amazon unterstützt.

Somit sind diese Web 2.0 Suchmaschinen vorerst auch keine ernsthafte Alternative zur Datenkrake Google, doch dennoch gibt es Möglichkeiten zumindest ein wenig anonymer im Internet zu suchen. Seitenanfang


Verwendung anonymisierender Suchmaschinen

Als anonymisierende Suchmaschinen (oder zumindest datensparsame Suchmaschinen) kann man Dienste bezeichnen, die Daten wie Suchbegriffe IPs allenfalls zur Erstellung anonymer Statistiken verwenden und IPs ihrer Nutzer innerhalb eines kurzen Zeitraums löschen bzw. diese Daten erst gar nicht erheben.

Dabei sollte jedoch dem Benutzer klar sein, dass keine dieser Suchmaschinen "Geheimdienst-sicher" ist - mit entsprechendem Aufwand und eventueller Kooperation des Betreibers könnte man auf der Suche nach identifizierbaren Benutzerdaten immer noch fündig werden. Die Verwendung einer Suchmaschine bei gleichzeitiger Nutzung eines Anonymisierungsnetzwerks wie Tor ist meist elend langsam, wäre aber immer noch am sichersten.

Wer nun einen Kompromiss zwischen Anonymität und gute Suchergebnissen machen will - dem sei die Verwendung dieser anonymisierenden Suchmaschinen empfohlen, die zum aktuellen Zeitpunkt zwar keine absolute Anonymisierung garantieren können - datenschutzfreundlicher als der Big Brother Google sind sie definitiv. Zum aktuellen Zeitpunkt (Januar 2009) gibt es fünf Angebote dieser Art, sowie zwei eingeschränkt empfehlenswerte):

Ixquick

MetaGer

metager2

YaCy
Scroogle (bedingt, USA)
Cuil (bedingt, USA)

Für die Suche nach Webseiten bietet sich für den bisherigen Google-Nutzer zunächst einmal der Google-Proxy Scroogle ssl (EN/DE) an. Als Vorteile kann Scroogle für sich verbuchen, dass die Nutzung von Scroogle in 28 verschiedenen Sprachen angeboten wird und die Suchanfragen auch verschlüsselt übertragen werden können. Es handelt sich dabei um einen Proxy-Webdienst, dessen Betreiber erklären die Funktionsweise recht anschaulich als eine Art Filter für die Google-Suche:

Die Suchanfrage an Google wird über den Server von Scroogle geleitet. Daraufhin erkennt Google eben Scroogle als Anfragenden und speichert IP/Suchbegriff/Datum und Zeit von Scroogle anstelle der des Benutzers. Scroogle leitet dann die Antworten auf die Suchanfrage an den Benutzer weiter und löscht Googles Cookie. Die so entstandenen Log-Dateien werden, nach Angaben des Betreibers, innerhalb von 7 Tagen gelöscht.

Trotz dieser Vorteile gibt es auch zwei Nachteile von Scroogle, die dieses Angebot weniger empfehlenswert machen: Zunächst einmal ist Scroogle lediglich ein Filter für Google, mit ihm sind keine Suchen nach Bildern oder Videos möglich. Das größte Problem dabei ist jedoch: die Server von Scroogle stehen in den USA, wo entsprechende Behörden eventuell Zugriff haben könnten.

Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung der folgenden Dienste. Bei diesen handelt es sich um so genannte Metasuchmaschinen/Metacrawler. Diese Metasuchmaschinen beziehen die Antworten von mehreren Suchmaschinen gleichzeitig - was sie etwas langsamer als normale Suchmaschinen macht, dafür aber auch viel Werbung und unsinnige Seiten aussortiert.

Ixquick-LogoUnter ihnen rühmt sich die niederländische  Metasuchmaschine Ixquick ssl (DE/EN), die in 18 Sprachen verfügbar ist und neben Bilder- und Videosuche auch ein internationales Telefonbuch bietet, besonders datenschutzfreundlich zu sein. Suchanfragen sind auch per SSL möglich und werden nach eigenen Angaben lediglich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet, nicht an Dritte weitergegeben und innerhalb von 48 Stunden vollständig gelöscht. Am 28. Januar 2009 gab die Geschäftsleitung darüber hinaus bekannt, die Speicherung von IP-Adressen sei gänzlich eingestellt worden. Ganz perfekt ist die Suche dennoch nicht: Die von Google stammenden "gesponserten Ergebnisse" bzw Werbung erhalten die Anfrage, den Ländercode, die  User-Agent-Informationen und die IP. Diese wird jedoch standardmäßig in eine Nutzer-ID umgewandelt, deren Schlüssel nach sieben Tagen geändert wird - somit ist die maximale Rückverfolgbarkeit auf sieben Tage beschränkt. Ideal wäre die Partnerschaft mit einem datenschutzfreundlicheren Sponsor als Google.

Außerdem bietet Ixquick auch eine eigene "Proxy"-Funktion neben jedem Suchergebnis. Wird eine Webseite über diesen Proxy aufgerufen, so erhält die Webseite lediglich die IP der Suchmaschine, die des Nutzers bleibt der Seite verborgen, solange der Proxy genutzt wird.


Metager2-LogoPraktisch ohne Speicherung der IP und sonstiger Daten kommen die beiden Metasuchmaschinen MetaGer (DE) und metager2 (DE) aus, wobei MetaGer lediglich die ersten drei Bytes der IP und einen so genannten Hash-Wert speichert.  Metager besticht durch ausführliche Konfigurationsmöglichkeiten, während metager2 neben seinen Fähigkeiten doppelte Suchergebnisse auszublenden, tote Links auf nicht mehr existierenden Seiten zu ignorieren  und Spam-Seiten herauszufiltern, auch eine der beliebtesten deutschen Suchmaschinen überhaupt ist. MetaGer ist ein Projekt der Leibnitz-Universität Hannover, metager2 wird vom SuMa.e.V. betreut.

Ursprünglich fand sich auch Websynapse hier. Mit dieser Suchmaschine ließen sich nicht nur anonyme Preisvergleiche bei amazon, eBay und Co anstellen - sie hatte darüber hinaus auch das Siegel der Initiative "Wir speichern nicht" für datenschutzfreundliche Webseiten erhalten. Da dieses Siegel dort nicht mehr zu finden ist, muss davon ausgegangen werden, das Websynapse wieder mitloggt und daher nicht mehr empfohlen werden kann.

Über die seit Juli 2008 bestehende Suchmaschine Cuil (EN) gehen die Meinungen auseinander. Einerseits lesen sich die Datenschutzbestimmungen sehr positiv (keine Speicherung von IPs etc) - andererseits sollen die Ergebnisse der neuen Suchmaschine - deren Namen aus dem gälischen stammt, "cool" ausgesprochen wird, und soviel wie "Wissen" bedeutet - noch sehr gewöhnungsbedürftig sein. Außerdem residiert das Unternehmen in den USA - was wiederum leider nicht gerade Datenschutz versprechend ist.

YaCy-LogoMit gänzlich anderem Konzept präsentiert sich die Peer-to-Peer Suchmaschine YaCy (EN), die zu Unrecht bisher eher ein Schattendasein führt. YaCy nutzt eine Struktur ähnlich der beim Filesharing, bei der alle Benutzer gleichwertig zum Betrieb beitragen und es keinen zentralen Server gibt. Ähnlich wie beim Jabber-Protokoll kann der Dienst somit nie gänzlich ausfallen und auch die Möglichkeit zur Zensur ist gering. Allerdings ist YaCy auf die Mitarbeit seiner Benutzer angewiesen um mehr Webseiten erfassen zu können.


Als Fazit dürfte klar geworden sein "Google ist nicht dein Freund" wenn Arbeitskollegen oder Freunden das nicht akzeptieren wollen - dann hilft es eventuell, ihnen einen Hinweis auf KontrollAusschluss.de zu geben. ;-)

Tipp: Klug suchen


Eegal ob es sich um Google oder eine andere Suchmaschine handelt, in jedem Fall kann es nicht schaden, sich mit Techniken zum "klugen Suchen" zu beschäftigen. Tatsächlich scheinen einigen Internetnutzer nicht wirklich aktiv zu suchen, sondern stattdessen die Tante Google um Rat zu fragen und auf eine brauchbare Antwort in Form eines Suchergebnisses zu warten.

Suchen in Frageform zu stellen ist alles andere als sinnvoll: Auf welcher Webseite informiere ich mich am besten anfängerfreundlich über Datenschutz? mag eine gute Frage sein - ein guter Suchbegriff ist es nicht.

Feststehende Begriffe und Suchphrasen können in Anführungszeichen gesetzt werden ("Internet ohne Überwachung") was sich unter anderem auch zur Suche nach Zitaten (etwa aus Liedtexten) eignet.

Durch vorangestellten Minus-Zeichen lassen sich bestimmte Begriffe ausklammern, die bei der Suchanfrage nicht berücksichtigt werden sollen (Datenschutz -beauftragter) um so ungewünschte Seiten nicht anzeigen zu lassen.

Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Möglichkeiten die Suche weiter zu verfeinern, aber bereits die Berücksichtigung der obigen Grundsätze sollte komplexere Suchanfragen - wie eben beispielsweise zum Thema Datenschutz im Internet  - deutlich vereinfachen.

Hinweis:
KontrollAusschluss.de steht in keinerlei Verbindung zu Google Inc.
Google™ ist ein eingetragenes Warenzeichen der Google Inc., Mountain View CA, USA.


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