Home | Impressum  
 
Webseitenlogo

Allgemein

Grundlagen

Praxis

Sonstige Texte

Für Hinweise, Kommentare, oder Kritik nutzen Sie bitte den Menüpunkt "Kontakt & Sonstiges"

Sicherer chatten mit Miranda
 

Banner der Piratenpartei



Das Miranda Logo

 

Mit Miranda sicherer ICQ und Jabber nutzen

Die bereits in der ersten Datenschutz-Anleitung angesprochenen Vorteile eines Multi-Messengers und das sicherlich bestehende Interesse einiger Benutzer, die bisher lediglich den Original-Messenger ihres Anbieters wie ICQ oder Yahoo! kannten, sprechen dafür, eine verständliche, praktische Anleitung zum sicheren und datenschutzfreundlichen Gebrauch von Miranda anzubieten.

Und so geht es nun in dieser Anleitung darum, Miranda als werbefreie Alternative zum Original ICQ Client vorzustellen und den gleichzeitigen Gebrauch als Jabber-Client anzuregen.


Darüber hinaus ist die Verwendung von Miranda mit OTR-Plugin eine der einfachsten Möglichkeiten Instant Messenger durch Verschlüsselung sicherer zu machen und sollte auch genutzt werden.

Allerdings sollte dennoch jedem Benutzer klar sein, dass die Verwendung eines "sicheren" Messengers keinesfalls ausreicht um wirklich von "Datenschutz" im Internet zu sprechen. Hierzu sind mindestens grundlegende Kenntnisse erforderlich, wie sie im ersten Tutorial vermittelt werden.

Weshalb sollte man nun außerdem Miranda nutzen wollen?

Miranda bietet sich besonders für Windows-Nutzer die Einsteiger bei Messengern und Umsteiger auf Jabber sind, an.

Viele Personen die aus Gründen der Privatsphäre gerne auf die Nutzung des Jabber-Protokolls umsteigen würden, entscheiden sich schließlich doch dagegen. Die zwei Gründe sich gegen Jabber zu entscheiden sind:

  • Sie möchten ihre ICQ-Kontakte nicht verlieren wenn sie ganz auf Jabber umsteigen
  • Sie würden alternativ gerne ICQ und Jabber parallel verwenden, möchten aber deswegen keine zusätzliche Software installieren

Daher ist einer der Hauptgründe Miranda zu wählen, vor allem die Möglichkeiten zu nutzen, die ein Multiprotokoll-Messenger zu bieten hat. Die gleichen Vorteile ergeben sich auch durch die Nutzung eines anderen Multiprotokoll-Messengers wie etwa Pidgin:

  • Verschiedene Dienste (Protokolle) wie ICQ, MSN, Yahoo! und Jabber können mit einem einzigen Programm (Client) gleichzeitig parallel verwendet werden
  • Damit ersetzt Miranda, wie jeder Multiprotokoll-Messenger also gleich verschiedene Messenger, es muss keine gr0ße Anzahl an einzelnen Programmen installiert und verwendet werden.
Darüber hinaus bieten sowohl Miranda als auch Pidgin zwei weitere Vorteile gegenüber einigen anderen Messengern:
  • Es kommt gänzlich ohne Werbung aus, es gibt daher keine blinkenden, bunten Banner und animierten Bildchen, die einen beim Chat nerven
  • durch das Fehlen von Werbung und unnötigem Schnickschnack benötigt Miranda wenig Speicherplatz. Daher mag es äußerlich eventuell etwas spartanisch anmuten, der direkte Vergleich gibt Miranda jedoch Recht: Hier eine Grafik, die den Unterschied an Speicherauslastung zwischen ICQ 5.1 und Miranda zeigt (bei Miranda liefen dabei sogar ICQ und Jabber gleichzeitig):

 

Miranda-Speicherauslastung

Dieser Unterschied ergibt sich im wesentlichen durch die bewegte, blinkende Werbung in den Fenstern von ICQ, bei Verwendung von "Xtraz" bei ICQ, steigt die Speicherauslastung noch weiter an.

Auch wenn man also etwa Yahoo! mit diesem Messenger nutzen könnte, wird aus Gründen der Übersichtlichkeit nur die Einrichtung von ICQ und Jabber erklärt. Die Erstellung eines Yahoo!-Accounts oder eines MSN-Profils funktioniert aber genauso einfach. Nun finden sich in dieser Anleitung folgende Punkte:
  • Download und Installation von Miranda
  • Deutsche Sprachdatei einfügen
  • Allgemeines Benutzerkonto anlegen
  • Vorhandenen ICQ-Account hinzufügen
  • Jabber-ID und Jabber-Account anlegen
  • Miranda-Einstellungen anpassen
  • Online mit ICQ und Jabber
  • Kinderleicht verschlüsseln mit OTR

Die Verwendung von Miranda mit OTR-Plugin ist eine der einfachsten Möglichkeiten Instant Messenger sicherer zu nutzen.

Es sei, bei aller Annehmlichkeit einen freien Messenger ohne Werbung zu nutzen, dennoch darauf hingewiesen, dass die Anbieter der Dienste wie ICQ in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen die Verwendung von anderen Programmen, als ihrer proprietären Originalsoftware verbieten - wie das meist bei Closed-Source Produkten der Fall ist.

Selbstverständlich ist Miranda Freie Software und steht daher unter der GPL.


Teil Eins: Installation von Miranda

Als erstes ruft man die Miranda-Downloadseite auf, lädt mit einem Klick auf:„Download (Windows NT, 2000, XP, Vista only)“ die jeweils aktuelle Version herunter (zum Zeitpunkt dieses Tutorials war dies die Version 0.7.1 - dabei handelt es sich im wesentlichen um ein Sicherheitsupdate so dass zur Illustration weiterhin die Bilder der Version 0.7.0 dienen.

 

Miranda-Webseite

 

Daraufhin erscheint ein Download-Fenster das zum Speichern der Datei „miranda -im-v0.7.14-undicode.exe“ auffordert und mit einem Klick auf „Datei speichern“ folgt man dieser Aufforderung:

Download-Fenster

 

Nach erfolgreichem Abschluss des Downloads findet sich nun die Installationsdatei auf dem Desktop.

Miranda-Installationsdatei

 

Anschließend startet man mit einem Doppelklick auf die Datei die Installation.

Daraufhin wird man vom so genannten Installationsmanager („Setup Wizard“) begrüßt, um den Benutzer durch die folgende Installation zu führen:

Miranda-Setup

 

Nach einem Klick auf „Next“ folgt nun ein weiteres Fenster das die Lizenzbedingungen der GNU Public License in englischer Sprache erklärt.

Miranda-Setup Lizenz

 

Dieser Lizenz stimmt man durch einen Klick auf „I agree“ zu – woraufhin das nächste Fenster der Installation erscheint, es wird festgelegt in welches Verzeichnis Miranda installiert werden soll:

Setup Verzeichnis festlegen

 

Den vorgegebenen Ordner kann man in der Regel so übernehmen, es folgt ein Klick auf „Next“ - woraufhin das nächste Fenster der Installation erscheint.

Nun soll festgelegt werden, welche Teile des Programms installiert werden sollen:

Miranda Setup Komponenten

Da man in dieser Anleitung lediglich die Dienste „ICQ“ und „Jabber“ nutzen will, entfernt man bei allen anderen Messenger-Protokollen („Protocols“) das grüne Häkchen mit einem Mausklick, anschließend folgt ein Klick auf „Install“

Jetzt beginnt der eigentliche Installationsprozess und ein Fortschrittsbalken zeigt an, wie weit die Installation fortgeschritten ist:

Miranda Setup Fortschritt

 

Anschließend verkündet ein Fenster das erfolgreiche Ende der Installation:

Miranda-Setup beendet

 

Mit einem klick auf „Finish“, ist die Installation abgeschlossen. Die Häkchen vor „View Readme“ und "Start Miranda" sollten entfernt werden, es folgt ein Klick auf "Ok" .



Miranda mit deutscher Sprachdatei ausstatten

Direkt nach dem ersten Start wäre Miranda nur in englischer Sprache verfügbar.
Die Bedienung zwar einfach, dennoch möchte der Benutzer in der Regel ein deutschsprachig funktionierendes Programm, weshalb nun erklärt wird, wie man Miranda deutsch beibringt:

Dazu ruft man zunächst die "Localisation"-Seite von Miranda auf.

Hier wählt man das jeweils aktuellste Paket (zum Zeitpunkt dieser Anleitung war dies „Deutsche Sprachdatei-GermanLanguagePack 07.09.22“ ) und wählt es mit einem Mausklick auf das Download Symbol rechts zum download aus.

Die Miranda-Addon-Website

 

Daraufhin erscheint ein Download-Fenster das zum Speichern der Datei „langpackgerman.zip“ auffordert und mit einem Klick auf „Ok“ folgt man dieser Aufforderung:

Der Sprachdatei-Download

 

Nach erfolgreichem Abschluss des Downloads findet sich nun die gepackte Datei auf dem Desktop. Um sie im Miranda nutzen zu können, muss die Sprachdatei in den Dateiordner von Miranda verschoben werden (C:ProgrammeMiranda IM), dafür geht man wie folgt vor:

Mit einem Rechtsklick auf die heruntergeladene Datei öffnet sich ein Menü, hier klickt man auf „Ausschneiden“ - das Symbol sollte nun etwas blasser aussehen.

 

Sprach-Installationsdatei

 

Es folgt ein Doppelklick auf „Arbeitsplatz“, worauf sich der Ordner öffnet.

Hier macht man einen weiteren Doppelklick auf das Symbol der Hauptfestplatte – der Name kann dabei unterschiedlich sein (meist ist es C: ):

 

Arbeitsplatz - Festplatten

Nun sieht man den Hauptordner der Festplatte – er enthält eine ganze Reihe von Ordnern, darunter befindet sich auch der Ordner "Programme"
:Ordner - Datenträger

 

 

Dieser Ordner wird, (man ahnt es bereits) ebenfalls mit einem Doppelklick geöffnet:

Da je nach PC unterschiedliche Programme installiert sind, können die Namen der anderen Ordner von der Abbildung abweichen, auf alle Fälle findet sich dort der Ordner „Miranda IM“ -

 

Programmordner

 

Es folgt erneut ein Doppeklick um den Ordner zu öffnen:

Hier folgt ein Rechtsklick im Fenster, woraufhin ein Menü aufklappt, in dem man mit einem einfachen Mausklick „Einfügen“ auswählt.

 

Miranda-Ordner

 

Wurde bis hierher alles richtig gemacht, findet sich nun die gepackte Datei „langpackgerman.zip“ im Miranda-Ordner:

 

Miranda IM Ordner

 

Sollte das nicht der Fall sein, wiederholt man die bisherigen Schritte – ausschneiden der Datei auf dem Desktop – „Arbeitsplatz“„Festplatte“„Programme“ „Miranda“ - „Einfügen“.

Damit ist die „Installation“ der Sprachdatei beinahe abgeschlossen. Es folgt noch ein Rechtsklick auf die Datei, im erscheinenden Menü wird „Hier entpacken“ gewählt.

 

Sprachdatei entpacken

 

Befindet sich nun die Textdatei „langpack_german.txt“ im Ordner ist die Anpassung der Sprache erfolgreich abgeschlossen:

 

Miranda-Sprachdatei entpackt

 

Das Fenster kann nun geschlossen werden – beim nächsten Start von Miranda präsentiert es sich ab sofort in deutscher Sprache.



Einen bereits bestehenden ICQ-Account eintragen

Direkt nach dem ersten Start erscheint der Profilmanager, mit dessen Hilfe man ein neues Benutzerprofil anlegt:

Als Namen des Profils kann man entweder den eigenen Nicknamen bei Messengern nehmen, oder man verwendet eine allgemeinere Bezeichnung wie etwa „Arbeitsplatz“. Anschließend folgt ein Klick auf „Create“ (erstellen).

 

Miranda Profile Manager

 

Da während der Installation ICQ und Jabber als einzige Instant Messaging Dienste ausgewählt wurden, erscheint sofort das Fenster zum ICQ Account Setup, in dem man seine ICQ-Nummer und das dazugehörige Passwort einträgt:

Fenster des Miranda ICQ-Accounts

 

Den plötzlich erscheinenden „Import Information Wizard“ der dem Benutzer dabei helfen soll, eventuell gespeicherte ICQ-Benutzerlisten zu importieren, kann man mit einem Klick auf „Cancel“ bedenkenlos beenden:

ICQ-Import

 

Anschliessend kann man sich an die Erstellung eines Jabber Accounts machen



Jabber unter Miranda einrichten


  • Aufrufen des Jabber-Menüs

Der nächste Schritt bestehrt aus einem Klick auf das Miranda-Symbol in der linken oberen Ecke des Messengers. Daraufhin öffnet sich ein Menü, aus dem man mit einem weiteren Klick den Punkt „Einstellungen“ wählt (ein erstes Zeichen, das Miranda nun deutsch spricht).

 

Miranda-Menü Einstellungen

 

Sofort erscheint das große Einstellungen-Hauptfenster, in dem alle folgenden Änderungen vorgenommen werden:

Miranda Einstellungen

 

Im Menü mit der Baumstruktur auf der linken Seite findet sich relativ weit unten der Eintrag „Protokolle“, hier wählt man mit einem Mausklick den Unterpunkt „Jabber“ aus.

Jabber-Einrichtung

 





  • Anlegen eines Jabber-Accounts

Um die zahlreichen Vorteile von Jabber nutzen zu können (etwa die dezentrale Struktur und der Wegfall von Überwachung durch einen einzelnen Anbieter) muss zunächst ein Jabber-Account angelegt werden. Das mag zunächst vielleicht etwas schwierig klingen, die Umsetzung ist aber denkbar einfach.

Das Wesentliche dabei ist die so genannte Jabber-ID.

Diese sieht aus wie eine E-Mail-Adresse und hat die selbe Funktion wie eine ICQ-Nummer oder ein Skype-Name. Man benötigt sie, um von anderen Benutzern gefunden zu werden.

Die Jabber-ID besteht aus dem Benutzernamen im vorderen Teil (vor dem @ ) den man selbst festlegen kann, und dem Namen des Betreibers, auf dessen Server man sich registriert.

Die gewählte Jabber-ID sieht also beispielsweise schließlich so aus:

paranoid@jabber.org


Diese Angaben müssen nun in die Miranda-Einstellungen übertragen werden:

 

Miranda Einstellungen

 

Der „Benutzername“ ist der Teil, der später vor dem @ stehen wird, dieser ist, wie bereits gesagt frei wählbar. Ebenso wie bei ICQ & Co muss für die spätere Verwendung von Jabber ein „Passwort“ angegeben werden (dabei gelten die Regeln für sichere Passwörter).

Als „Standort“ , kann im Prinzip alles mögliche angegeben werden von "Home" bis "anonymous" – weitaus wichtiger ist jedoch die Wahl des „Login-Servers“ :

Es gibt eine ganze Zahl von Servern, bei denen man seine Jabber-ID registrieren lassen kann.

Dazu gehören Server von Organisationen, Firmen und Privatpersonen.

Manche Jabber-Anbieter setzen vor dem Anlegen des Accounts eine kostenlose Anmeldung mit einer E-Mail-Adresse voraus. Diese Anmeldung wird in der Regel auf der Webseite des Anbieters durchgeführt, wie beispielsweise bei Swissjabber:

Das mag eventuell etwas umständlich erscheinen hat jedoch Vorteile, sollte einmal das Passwort vergessen werden.

Einige, wenn auch nicht alle Jabber-Server bieten darüber hinaus die Möglichkeit der sicheren Verbindung durch Verschlüsselung an. Das ist beispielsweise bei den Servern des Chaos Computer Clubs (jabber.ccc.de) als auch bei swissjabber möglich.

Ob der Benutzer selbst zusätzliche Verschlüsselung (durch PGP oder GnuPG) einsetzen kann, hängt prinzipiell immer vom verwendeten Jabber-Client (Programm) ab - mit Miranda lassen sich Verbindungen sehr leicht verschlüsseln, dazu später mehr.

Die gewählten Jabber-IDs sähen also beispielsweise wie folgt aus:

  • paranoid@jabber.ccc.de (keine Registrierung per E-Mail)
  • paranoidguy@swissjabber.ch
  • paranoidman@ulm.jabber.ccc.de

Nach der Wahl der Jabber-ID folgt anschließend ein Klick auf „Neu registrieren“. Es dauert eventuell einen Moment, bis der neue Account angelegt ist. Unter Umständen bekommt man auch eine Fehlermeldung, in diesem Fall ist die gewünschte Jabber-ID bereits vorhanden und muss dann einen neuen Benutzernamen wählen.

Ist die Anmeldung geglückt, kann man den vorgegebenen Port 5222 gegebenenfalls durch 5223 (für Verschlüsselung per SSL) ersetzen. Sollte es damit Probleme geben, oder SSL nicht verwendet werden, kann man ganz normal unverschlüsselt Port 5222 nutzen.

Nachdem der neue Jabber-Account erstellt wurde und man nun seine eigene Jabber-ID hat, könnte man theoretisch sofort online gehen, es bietet sich jedoch an, vorher noch weitere Einstellungen vorzunehmen, die das chatten mit Miranda noch komfortabler machen.



Einstellungen von Miranda anpassen

In diesem Abschnitt werden Einstellungen erklärt werden, die im Allgemeinen lediglich der Bequemlichkeit und der Anpassung des Erscheinungsbildes dienen und so das „Look and Feel“ von Miranda verbessern

Alle im folgenden gemachten Änderungen werden durch einen Klick auf „Übernehmen“ gespeichert , und lassen sich durch entfernen des jeweiligen Häkchens und einen weiteren Klick auf „Übernehmen“ wieder rückgängig machen.


Beginnen wir also mit den Anpassungen:

Ereignisse - Nachrichten


Nachdem man vom letzten vorangegangenen Schritt her, schon im Menü für die Einstellungen ist, such man sich im Raster auf der linken Seite den Punkt "Ereignisse" und klickt dort auf "Nachrichten".
Hier nimmt man ein paar nützliche Einstellungen vor:

 

Einstellungen - Nachrichtenfenster

 

Ein Häkchen vor " Statussymbol des Kontakts als Fenstersymbol verwenden" zeigt anschließend, auch wenn das Gesprächsfenster in die untere Bildschirmleiste minimiert wurde, den aktuellen Status (anwesend, beschäftigt, offline...) des Kontakts an.

Ein weiteres Häkchen auf "Senden" Button anzeigen" lässt später auf dem Chatfenster einen Knopf erscheinen, ein Mausklick darauf genügt, um eine Nachricht abzuschicken (bequemer ist meiner Meinung zwar das Drücken der Taste auf der Tastatur, aber manche klicken lieber)

Ereignisse - Nachrichtenverlauf

Der nächste Menüpunkt ist nun der "Nachrichtenverlauf", den man in der Baumstruktur links unter "Customize" und dann dem Unterpunkt "Schriftarten" findet. Hier erfolgt als weiterer sinnvoller Schritt die Änderung der Schriftfarbe - standardmäßig sind die eingehenden Nachrichten schwarz, während die eigenen Sätze in schwer leserlichem hellgrau erscheinen.

 

Einstellungen - Farben anpassen

 

Im Textfeld auf der rechten Seite des Fensters klickt man auf "Eingehende Nachrichten" , daraufhin wird im Farbfeld darunter die aktuell zugeordnete Farbe angezeigt. Durch einen Klick auf das Farbfeld "Textfarbe" öffnet sich ein Fenster mit einer Farbtabelle, aus der man die neue Farbe wählen kann:

Das Textfarbe-Fenster

Beispielsweise wählt man ein strahlendes Rot, damit die eingehenden Nachrichten besser lesbar sind. Es genügt ein Mausklick auf die gewünschte Farbe und ein weiterer Klick auf "Ok" - das Fenster mit der Farbtabelle schließt sich und ab sofort werden alle Nachrichten des anderen Chatters in dieser Farbe dargestellt.

Auch die Farbe der eigenen Schrift, also der ausgehenden Nachrichten lässt sich auf diese Weise ändern: Ein Klick auf "Ausgehende Nachrichten", einem weiteren Klick auf das Farbfeld und die Auswahl aus der Farbtabelle genügt (beispielsweise ein kräftiges schwarz, um auch diese Nachrichten in anderen Farben leuchten zu lassen.

Als nächsten Schritt kann es die Übersicht erhöhen, wenn man ein Häkchen vor "Name anzeigen" setzt, in diesem Fall wird bei Chats der Nickname des Schreibers mit angezeigt.

Kontaktliste

In diesem nächsten Schritt, erspart man sich mit der Anpassung der Kontaktliste eine unübersichtliche Anordnung von verschiedenen Kontakten:

Im Rastermenü links wird der Punkt „Kontaktliste“ per Mausklick ausgewählt:

 

Einstellungen - Kontaktliste

 

Dort setzt man mit einem weiteren Mausklick ein Häkchen vor „Offline-Kontakte ausblenden“, so dass der Blick auf die Kontaktliste nicht von Personen gestört wird, die gar nicht online sind.

Wenn man möchte, kann auch die Funktion "Leere Gruppen ausblenden" angehakt werden. In diesem Fall verschwinden Gruppen, in denen kein Kontakt online ist so lange, bis wieder ein Nutzer dieser Gruppe online geht.

Eine weitere Möglichkeit der Anpassung der Kontaktliste findet sich im Raster rechts unter "Customize" - "Schriftarten" - "Kontaktliste" finden. Hier lässt sich die Art und Größe der Schrift ändern:

 

Einstellungen - Kontaktlisten-Farbwahl

 

In der Regel sind die Voreinstellungen hier ausreichend, Personen mit Sehschwäche können hier ggf. Anpassungen vornehmen (natürlich spricht auch nichts dagegen eine andere Schrift zu wählen, einfach weil sie "hübscher aussieht").

Damit sind alle grundlegenden Anpassungen vorgenommen - mit einem abschließenden Klick auf "Übernehmen" und "OK" ist die Grundkonfiguration von Miranda erledigt - es steht natürlich dem Benutzer frei, noch weiter an "seinem" Miranda herumzuprobieren.

Zum normalen Chatten reichen die jetzigen Einstellungen allemal, damit steht dem ersten Online-Gang nun nichts mehr im Weg - wer will kann doch bereits jetzt die im letzten Kapitel beschriebenen Schritte vornehmen, um Miranda verschlüsselungstauglich zu machen.



Online mit ICQ und Jabber

Nachdem alle Einstellungen zur eigenen Zufriedenheit des Benutzers angepasst wurden, spricht nach einem abschließenden Klick auf „Übernehmen“ und „Ok“ nichts mehr dagegen online zu gehen.

Ein Klick auf den unteren Teil des Messengers genügt um ein Menü aufklappen zu lassen:

 

Erster Miranda-Start

 

Hier wählt man, ob man mit Jabber, oder ICQ online gehen will. Möchte man beide Dienste parallel nutzen, wiederholt man den oben dargestellten Schritt eben noch einmal für das andere Protokoll

Nachdem dies getan ist, dauert es eventuell einen kurzen Moment - und man ist Online!

Miranda ist Online

(Die Namen meiner Kontakte wurden von mir anonymisiert)

Die Symbole beider Dienste (Jabber-Glühbirne und ICQ-Blume) sollten nun farbig sein und die Kontaktlisten sich gefüllt haben – viel Vergnügen beim chatten!

 



Gespräche mit anderen Kontakten führen

Für jene die noch nie einen Instant Messenger bedient haben, sei auch dies noch in Kurzform erklärt:

Durch einen Doppelklick auf den Namen der Person in der Kontaktliste öffnet sich ein Chatfenster, in dem man mit dem anderen Benutzer plaudern kann:

 

Miranda-Nachrichtenfenster

 

In einem Gespräch werden die Sätze von Gesprächspartner und Schreibendem durch unterschiedliche Farben hervorgehoben, hat man die Farbeinstellungen mit den im Text genannten Farben übernommen ist die Schrift des Gesprächspartners nun rot, die eigene dagegen schwarz.

Für Neugierige: Ein Klick auf die ICQ Nummer links oben öffnet ein Menü von dem aus man per Dateiübertagung auch Dokumente etc an den Benutzer senden, ihn in eine andere Gruppe verschieben, oder die Webseite des Gesprächspartners (so er eine hat) aufrufen kann.

Ein Klick auf das Informations-"i" rechts oben öffnet ein Fenster, in dem neben weiteren Informationen wie Wohnort, Sprachkenntnisse oder Hobbies des Gesprächspartners, unter anderem auch noch einsehen kann, welchen Client (in diesem Beispiel das Original ICQ 5.1 ) das Gegenüber verwendet.

Abschließend möchte ich den Leser darum bitten, das folgende Extra-Kapitel zu lesen und die Instruktionen der dort gegebene Anleitung auch umzusetzen - OTR ist einfach in Miranda zu integrieren und erfordert keinerlei weitergehende Kenntnisse, deshalb liegt mir die Verwendung dieser Verschlüsselungstechnik sehr am herzen - und der Leser tut sich damit selbst nur gutes.

 


Anhang – Miranda kinderleicht verschlüsseln mit OTR

Anders als es vielleicht klingen mag, ist dieses Extra-Kapitel auch nicht schwieriger zu bewältigen, als die vorangegangenen und wer die Installation der Sprachdatei geschafft hat, dem werden die nächsten Schritte nicht schwer fallen.

Dazu kommt, dass OTR („Off-the-Record“) Verschlüsselung mit praktisch jedem Protokoll funktioniert – neben ICQ und Jabber auch mit MSN und anderen.

Vorteil:
Selbst wenn beispielsweise AOL die gesendeten Nachrichten von AIM und ICQ auf seinem Server mitloggt – mit verschlüsselten Nachrichten, können sie nichts anfangen und die Überwachung von Messenger-Nachrichten ist zwecklos. ;)

Nachteil:
In der Bedienung sind mir keine bekannt: Verwendet der Gesprächspartner kein OTR wird die Verbindung nicht verschlüsselt, benutzt der Gesprächspartner OTR wird die Verbindung verschlüsselt (ja, so einfach ist das). Kleiner Makel für diejenigen, die möglichst jeden ausgeführten Befehl selbst kontrollieren wollen: Der gegenseitige Austausch der OTR-Schlüssel  findet unsichtbar für den Benutzer statt - was zugegebenermaßen gerade für Anfänger den Komfort erhöht.



Download und Installation

Als erstes wird die Webseite mit Miranda-Sicherheits-Plugins aufgerufen.

Hier findet sich eine Liste in der die Plugins (Erweiterungen) für Miranda aufgelistet werden, die einen Bezug zu Sicherheit und Datenschutz haben:

 

Miranda-Addon-Website

Hier muss man etwas herunterscrollen (entweder mit dem Mausrad oder dem Balken auf der rechten Seite), bis man das jeweils aktuellste OTR Plugin gefunden hat (zum Zeitpunkt dieser Anleitung war es die Version „OTR 0.6.0.0“ - auf der Abbildung ist noch die Vorgängerversion zu sehen).

 

OTR plugin website

Nach einem Klick auf das „Download“ Symbol rechts erscheint ein Fenster das zum Speichern der Datei „otr.zip“ auffordert und mit einem Klick auf „OK“ folgt man dieser Aufforderung:

 

Download der OTR-Datei

 Nach erfolgreichem Abschluss des Downloads findet sich nun die gepackte Datei auf dem Desktop. Um sie im Miranda nutzen zu können, muss die otr-Datei in den „Plugin“ -Ordner von Miranda verschoben werden (C:/Programme/Miranda/Plugins) , dafür geht man wie folgt vor:

Mit einem Rechtsklick auf die heruntergeladene Datei öffnet sich ein Menü, hier klickt man auf „Ausschneiden“ - das Symbol sollte nun etwas blasser aussehen.

 

OTR-Datei auf dem Desktop

 

Es folgt ein Doppelklick auf „Arbeitsplatz“, worauf sich der Ordner öffnet:

 

Arbeitsplatz-Ordner

 Hier macht man einen weiteren Doppelklick auf das Symbol der Hauptfestplatte – der Name kann dabei unterschiedlich sein.

Nun sieht man den Hauptordner der Festplatte – er enthält eine ganze Reihe von Ordnern, darunter befindet sich auch der Ordne „Programme“:

Lokaler Datenträger - Programme


Dieser wird (man ahnt es bereits) ebenfalls mit einem Doppelklick geöffnet:

Da je nach PC unterschiedliche Programme installiert sind, können die Namen der anderen Ordner von der Abbildung abweichen, auf alle Fälle findet sich dort der Ordner „Miranda IM

Aufrufen des Ordners

 

Es folgt ein Doppelklick:

In diesem Ordner findet sich, neben einigen anderen Dateien, auch der Ordner „Plugins“,

 

miranda ordner

 

Auch der Ordner Plugins wird mit einem Doppelklick geöffnet:

Hier folgt ein Rechtsklick im Fenster, woraufhin ein Menü aufklappt, in dem man mit einem einfachen Mausklick „Einfügen“ auswählt.

 

Plugin-Ordner - OTR

 

Wurde bis hierher alles richtig gemacht, findet sich nun die gepackte Datei „otr.zip“ im Ordner „Plugins“:

Sollte das nicht der Fall sein, wiederholt man die bisherigen Schritte – ausschneiden der Datei auf dem Desktop – „Arbeitsplatz“ – „Festplatte“ – „Programme“ – „Miranda“ - „Plugins“ - „Einfügen“.

Damit ist die „Installation“ des OTR-Plugins beinahe abgeschlossen. Es folgt noch ein Rechtsklick auf die Datei, im erscheinenden Menü wird „Hier entpacken“ gewählt.

 

OTR-Plugin entpacken

 

Befindet sich nun die Textdatei „otr.dll“ im Ordner ist die Anpassung der Sprache erfolgreich abgeschlossen: Das Fenster kann nun geschlossen werden – anschließend startet man Miranda neu


Einstellungen von OTR

Die Einstellungen beim Off-The-Record Plugin sind schnell gemacht.

Über einen Klick auf das Miranda Symbol links oben und einem weiteren Klick auf „Einstellungen“ gelangt man in das bereits bekannte große Fenster:

Abbildung

Hier fällt im Raster auf der linken Seite ein neuer Punkt auf - „Plugins“ - „OTR“ der daher auch angeklickt wird, woraufhin man das OTR Fenster vor sich hat:

 

Miranda OTR Einstellungen

 

Im oberen Teil des Fensters findet sich eine Liste der bisherigen „Kontakt“ und welches „Protokoll“ (Jabber oder ICQ) verwendert wird, ganz rechts finden sich die "Methode" - wo zunächst alle Einstellungen auf „Standard“ stehen.

Der untere Teil des Fensters erklärt dies: Als „Standardmethode“ ist hier „Opportunistisch“ eingestellt was bedeutet, das OTR standardmäßig nur dann funktioniert, wenn der Gesprächspartner auch OTR verwendet.

Hat man sich mit einem seiner Kontakte darauf verständigt, nur noch verschlüsselt zu chatten, kann man die Einstellung der „Methode“ bei diesem speziellen Kontakt auf „Immer“ stellen – dazu klickt man einfach so lange auf den Begriff „Standard“ hinter dem Namen der Person, bis dieser sich auf „immer“ geändert hat.

Der Punkt „Präfix“ gibt an, ob vor jeder verschlüsselten Nachricht ein Kürzel wie "OTR", „[secure]" oder „sicher“ erscheinen soll – will man das nicht, entfernt man das grüne Häkchen davor einfach.

„Show Start/Stopline“
zeigt jeweils den Beginn und das Ende einer verschlüsselten Chatsitzung an – auch diese Funktion kann man auf Wunsch deaktivieren, indem man das Häkchen entfernt.

Die Änderungen werden wie immer mit einem Klick auf „Übernehmen“ und „Ok“ übernommen und abgespeichert. Zuguterletzt folgt das Hauptinteresse des Ganzen:

Mit OTR verschlüsselt chatten

Verwenden beide Gesprächspartner OTR meldet sich zu Beginn des Gesprächs ein Hinweisfenster, das darüber informiert, dass nun eine verschlüsselte Kommunikation stattfindet. Diese Meldung bestätigt man mit einem Klick auf „OK“ andernfalls funktioniert das Gespräch nicht und es erscheint eine Fehlermeldung.

Hat man die Meldung über den Beginn einer verschlüsselten Verbindung bestätigt, steht dem etwas sichereren Instant Messaging und der Übetragung von Daten durch Verschlüsselung mit OTR nichts mehr im Weg.

 


Lizenzbedingungen:
CC by-nc-nd
Dieses Werk von zazengate steht
unter einer Creative Commons Lizenz.